Besichtigung der Werksfeuerwehr mit Betriebsbesichtigung der Firma Zollern
Am 03.02.2012 hatten wir die Möglichkeit das Hauptwerk der Firma Zollern in Lauchertahl bei Sigmaringen zu besichtigen.
Ein Kamerad der firmeneigenen Werksfeuerwehr (Webseite der Werksfeuerwehr Zollern) führte uns duch die verschiedenen Produktionsbereiche, und erklärte uns diese im allgemeintechnischen, aber auch im feuerwehrtechnischen Sinne. Immerhin handelt es sich bei den Erzeugnissen um Metallwerkstücke aus Stahl, Aluminium bzw. Alu/Magnesium-Legierungen, die dort hauptsächlich gegossen aber auch zerspant und geschmiedet werden. Dabei reicht das Repertoire von winzig klein bis tonnenschwer.
Die Werksfeuerwehr betreut ein großes Aufgabengebiet, das von Metallbränden über Gas (zur Befeuerung der Schmelzöfen) weiter zu Starkstrom und wertvollen EDV Anlagen bis zu flüssigem Stickstoff reicht. Die Werksfeuerwehr Zollern ist zudem in den umliegenden Gemeinden für den alltäglichen Feuerwehrdienst abrufbar.
Beindrucken war der Fertigungsprozess am Beispiel eines Turbinenrades für Turbos in Pkw-Motoren. Angefangen von der Werkstatt, in der die Spritzgussformen hergestellt bzw. gewartet werden. Weiter ging es dann zu den Spritzgussmaschinen, in denen mit Hilfe der Formen die Wachsmodelle hergestellt werden. Das spezielle Industriewachs darf dabei natürlich nicht mit herkömmlichem Kerzenwachs verglichen werden. Es hat im ausgehärteten Zustand die Konsistenz und das Aussehen von Kunststoff. Das Wachsmodell dient als Kern für die eigentliche Gussform, die aus Keramik über das Wachs gebildet wird. Wenn das Wachs dann aus der Form geschmolzen wurde, wird das eigentliche Werkstück aus heißem und flüssigem Metall gegossen. Faszinierend waren die filigranen Strukturen, die mit dieser Technik erzielt werden können. Filigran und dennoch äußerst widerstandsfähig.
Nach dem Werksdurchgang konnten wir noch das Gerätehaus mit Werkstatt und die Ausrüstung der Werksfeuerwehr genau unter die Lupe nehmen. Dies war für uns Feuerwehrleute natürlich nochmals besonders Interessant. Den Rundgang beendeten wir dann im Aufenthaltsraum/Schulungsraum der Feuerwehr. Im lockeren Gespräch tauschten wir mit den Kameraden noch das Eine oder Andere aus.
Den angebrochenen Abend ließen wir dann im Seelenhäusle in Ennetach mit verschiedenen überbackenen Seelen und Getränken ausklingen.
Wir danken unserem Kameraden Daniel und seinen Kollegen, den Kameraden der Werksfeuerwehr Zollern für die tolle Organisation und Durchführung der wirklich sehr interessanten Werksbesichtigung.
